Die Geschichte der TZI

Die TZI ist ein wertegeleitetes, systemisches, handlungsorientiertes Kooperationsmodell mit klarer ethischer Ausrichtung und gesellschaftstherapeutischer Wirkung.
Entwicklung und Geschichte der TZI sind untrennbar mit der Lebensgeschichte und Entwicklung Ruth Charlotte Cohn, geb. Hirschfeld, vernetzt.
„Zur TZI gehört, den antifaschistischen Hintergrund mitzubedenken. Für neue Leute muss das immer wieder gesagt werden, da es ihnen nicht selbstverständlich ist, dass die TZI aus den Erfahrungen des Nationalsozialismus und aus der Psychoanalyse kommt.“ (Cohn. In Krämer 2002, 22)

Helga Herrmann, eine engste Freundin, bei der Ruth Cohn seit den neunziger Jahren lebte und die sie bis zum Tod pflegte, schreibt, Ruth Cohn habe die TZI dem „Leben und einem gut funktionierenden Gruppenprozeß abgelauscht“ (Herrmann 1992, 32) und sie immer wieder an der Realität, die für sie eine Autorität ist, geprüft.

Lebenslang begleiteten Ruth Cohn die Fragen: Wie kann es gelingen,

  • dass Menschen sich selbst und andere als Individuen und Sozialwesen ganzheitlich als gleichwertig und gleich wichtig bestmöglich verstehen und respektieren lernen,
  • dass Menschen sich selbstständig, selbst- und sozialverantwortlich organisieren und leiten („Selbstverwirklichung ist nur partnerschaftlich möglich“ Cohn) und
  • dass die Gesellschaft so humanisiert und demokratisiert wird, dass eine verbrecherische Politik, wie die der Nazis, in Zukunft keine gesellschaftliche Basis mehr findet?

Die weitere Entwicklungsgeschichte über Ruth Cohn finden Sie im Forum tci-living-learning.org/forum/geschichte-der-tzi